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By Ingo Schulze

Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balaton. Adam setzt sich mit seinem alten Wartburg dem roten Passat auf die Spur. Für Evelyn würde er bis ans Ende der Welt fahren - und vielleicht muss er das auch, denn Ungarn will die Grenze gen Westen öffnen. Plötzlich ist die verbotene Frucht greifbar, und alle müssen sich entscheiden.
In der Ausnahmesituation jenes Spätsommers 1989, dem Schwebezustand plötzlicher Wahlfreiheit, entdeckt Ingo Schulze die menschliche Urgeschichte von Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis und nicht zuletzt der Sehnsucht nach dem Paradies. Doch wo ist das zu finden? In der Verheißung des Westens, der Ungebundenheit eines endlosen Feriensommers am Plattensee oder doch im vertrauten Amtsstubenduft einer frisch geöffneten Brotkapsel und dem eigenen Garten? Im Spiel mit dem biblischen Mythos von Adam und Eva gelingt Ingo Schulze eine grandiose Tragikomödie. Mit seinem ironisch gebrochenen Begriff vom Sündenfall findet er eine Chiffre für den Eintritt in unsere heutige Welt.

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Er wollte noch fragen, warum sie einen Rock von Simone trug. Evelyn warf den Hut hinten in den Wagen, die Heckklappe des Passats wurde heruntergedrückt – nun sah er den Cousin und erinnerte sich wieder. Michael hieß er. Michael war groß, Mitte vierzig vielleicht. Er trug Jeans und ein weites weißes Hemd, das die Rötung seines Gesichts hervorhob. Die Heckklappe ließ sich erst nach mehreren Versuchen schließen. Aus Michaels Feuerzeug schoss eine hohe Flamme. Er nestelte daran herum, bis die Flamme fast verschwunden war, zündete sich eine Zigarette an und stopfte die Schachtel zurück in die Brusttasche.

Evelyn! Er schaltete das Außenlicht an und öffnete. �Ach, Sie«, sagte er. Der Telegrammbote grüßte und reichte ihm ein Kuvert. Auf der Suche nach dem Portemonnaie klopfte Adam sein Jackett ab, das auf einem Bügel am Garderobenschrank hing. Er drückte dem Telegrammboten eine Mark in die Hand und wartete, bis er auf das im Leerlauf tuckernde Moped gestiegen und abgefahren war. �sonntag verhindert – montag nachmittag? monika« Adam verzog den Mund und setzte sich auf die Treppe. An alles hatte er gedacht, nur nicht an die Frauen.

Und die eine macht auch bald dicht«, sagte der Tankwart, drückte mit dem Handballen den zweiten Kanister zu, zog einen Kuli hinter dem Ohr hervor und notierte die Summe. Dann kurbelte er die Anzeige der Zapfsäule auf null und begann den Wagen zu betanken. «, fragte Adam. Der Tankwart sah vor sich hin, als müsste er über diese Frage gut nachdenken. »Eigentlich hätt ich schon Urlaub«, sagte er schließlich. »Aber wenn die Kollegin wegbleibt …« Adam gab ihm zwei Mark Trinkgeld. �Momentchen«, sagte der Tankwart.

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